Über den Bau der Mauer, wer ihn angeordnet, ausgeführt und bezahlt hat, sind keine Nachrichten erhalten geblieben.
Nach dem Brande von 1834 hat man nach und nach Türchen in die Mauer gebrochen, um den Haus- und Garteninhabern einen rückwärtigen Ausgang zu verschaffen.

Unser Weg verläuft hier im alten Zwinger. Rechts neben uns befand sich die etwa 1,5 m hohe Zwingmauer, von der man 1958 noch Reste in der Erde antraf, als man eine Leitung durch die Stadtmauer legte.
Der große Wassergraben reichte bis zum Weg zur Mühle, dem Wall oder Damm. Daran schließt sich die Kupferhelbe, die durch einen über die Lochmühle laufenden Abfluß der sächsischen Helbe verstärkt wird.

Das Denkmal zum Gedenken an die Toten des 1. Weltkrieges steht mitten auf dem zugeschütteten großen Graben.
Es wurde 1922 an der Südseite des Rathauses errichtet und eingeweiht, 1924 auf Grund einer Volksabstimmung in die Anlagen auf seinen jetzigen Standort verlegt.
Hier ist die Anlage der Befestigung dieselbe, wie sie schon bei der Schule vorhanden gewesen ist.

Einen Rest der Zwingermauer finden wir beim Weitergehen als Unterbau der alten Malzfabrik, für die auch ein Stück der großen Mauer fallen musste.
Diese ehemalige Malzfabrik ist aus dem alten städtischen Brauhaus erbaut worden, das innerhalb der Mauer stand.
Gegenüber der Fabrik steht das Wohnhaus der Lochmühle, auf dem zugeschütteten Graben aufgebaut.
Die Mühle selbst wird 1411 zuerst urkundlich genannt, ist aber womöglich noch viel älter.

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Der Name der Lochmühle, im Volksmund meist nach dem derzeitigen Besitzer genannt, wird abgeleitet von dem so genannten Lochstein im Ufer der sächsischen Helbe, in welchem eine Öffnung das Maß des Wassers bestimmt, welches die Mühle für ihr Rad aus der sächsischen Helbe entnehmen durfte.
Sie war nicht nur Kornmühle, sondern hatte auch Ölmühlengang und legte 1849 man ein Sägewerk an.

Im Jahre 1841 zeigte der Inhaber der Mühle an, dass die Badeanstalt für die Badefreudigen bereit sei wie im Jahre vorher.
Näheres ist darüber nicht zu erfahren gewesen.

Die Steigung zwischen ehemaliger Malzfabrik und dem Mühlenhaus ist nach 1945 angelegt worden, als man zur Entlastung der kleinen Bahnhofstraße die "Straße des Aufbaus" (heute, neu erbaut, Ritterstraße) als Umgehungsstraße schuf.

 

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