Einführunsgottesdienst von Frau Pfarrerin Esther Maria Fauß am 3.11.2013

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Wie aus den Geschichtsbüchern zu lesen ist, war der Pfarrer die wichtigste Person im Ort.
Ob Missernten, Seuchen oder zu Feiertagen, die Einwohner strömten in die Kirche zu den Gottesdiensten.

Bei den Einweihungen von Denkmälern, oder auch von bedeutenden Orts-Ereignissen, immer gab es einen Dankgottesdienst.
Gleich so, wenn die kriegsverpflichteten Männer wieder nach Hause kamen und der Gefallenen gedacht wurde.
Gab es wichtige Entscheidungen für die Stadt, so sprachen Pfarrer und Kirchenrat im Stadtrat, immer ein gewichtiges Wort mit.
Oftmals wurde von der Kanzel verkündet, was zuvor im Stadtrat besprochen wurde. 
Die große Stadtkirche, wie sie oft auch bezeichnet wird, war gut besetzt.
Mehrere Hundert Gäste und Christen kamen aus den umliegenden Orten, denn der neue Wirkungskreis des Regionalpfarramtes Greußen-Großenehrich ist groß, der von Frau Pfarrerin Esther Maria Fauß betreut wird.

Einführungsgottesdienst 03.11.2013

Einführungsgottesdienst von Frau Pfarrerin Esther Maria Fauß St.Martini Greußen 03.11.2013 Fotos: P.Georgi

Stefan Hecker und der Sondershäuser Kreiskantor Andreas Fauß spielten auf der Orgel.
Die Greußner Blechbläser und der Ökumenische Chor unterstützen jeweils den Gottesdienst.
Superintendent Kristóf Bálint, Bad Frankenhausen, begann den Gottesdienst.
Dann verlas Gabriele Rink vom Gemeindekirchenrat, die Übertragungsurkunde der Landesbischöfin Ilse Junkermann und überreichte sie Frau Fauß.
Superintendent Bálint erklärte kurz den Weg für den zweiten Einführungsgottesdienst von Frau Fauß hier für Greußen.
Die jetzige Gesellschaft wird ordentlich durchgepflügt, das geht auch nicht an der Kirche vorbei.
Keiner sollte seine Hände in den Schoß legen und warten was passiert.
Jeder sollte sein Leben aktiv gestalten und ganz besonders hier in der Kirche mit einbringen.
Es gibt viele Gaben die sich mit einbringen können.
Es sollte auch nicht der Gedanke aufkommen, wir haben jetzt eine junge Pfarrerin, die wird es schon richten.
Mitmachen ist angesagt, das sollte jeder in seinen Möglichkeiten.
Auch sollte sie aufgenommen werden in die Gemeinschaft, dann kann sie eine Hilfe für die ihr anvertrauten Seelen, sein.
Dann erfolgt der Segen aller Pfarrer und Kirchenratsmitglieder, Superintendent Kristóf Bálint, Pastorin Steffi Wiegleb, Pfarrer Christoph Behr, Pfarrer Reinhard Süpke, Pfarrer Frank Freudenberg, die Kirchenältesten Frau Gabriele Rink und Frau Isolde Straube, durch Handauflegung.
Nach dem Chorlied, Preis und Anbetung, betrat nun Frau Pfarrerin Fauß die Kanzel.

Einführungsgottesdienst 03.11.2013 (II)

Einführungsgottesdienst von Frau Pfarrerin Esther Maria Fauß St.Martini Greußen 03.11.2013 Fotos: P.Georgi

Mit dem Bibelwort aus Matthäus 5, Verse 33-37, (Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: "Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten."  Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl,  noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören, denn du vermagst nicht ein einziges Haar schwarz oder weiß zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.) begann sie ihre Predigt.

Es geht um das Schwören der Menschen, wie schnell hat man etwas dahin gesagt und wie selten wird das Versprochene eingehalten?
Notlügen und Halbwahrheiten ergänzen das Tun der Menschheit.
Gerade gegenüber den Kindern sollt man auf der Hut sein, denn sie merken sich besonders was die Eltern versprechen.
Dann kommen oft die Ausflüchte.
Was bringen wir daraus hervor, den Zweifel an dem zuvor Versprochenen.
Dann kommt die Sehnsucht nach Wahrheit und Vertrautheit.
Das wünschen wir uns von anderen und geben wir es selbst weiter?
Wer in Notlügen und Halbwahrheiten lebt, sein Kartenhaus wird zusammenbrechen.  
Jesus selbst lebte es:  Sag Nein zur Sünde und Ja zu den Sündern.
Sie fügte weiter Zitate von Luther an, so auch Worte aus der "Freiheit eines Christenmenschen": "
Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.
Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan."
Mit Chorlied und Segen wurde der Festgottesdienst dann beendet.

Das nächste große Fest steht schon an, für das Wochenende die Martinsumzüge in Clingen, Greußen und Westerengel.
Hierzu sind alle wieder herzlich eingeladen.

Den üblichen Händedruck am Kirchenausgang gab es dieses Mal nicht, dafür die Einladung, zum gemütlichen Beisammensein im Seniorenzentrum „Am Waidhof“.

Hier hatten alle Mitarbeiten schon mächtig umgeräumt. Sogar Biertischgarnituren wurden in den Fluren aufgestellt und weiße Decken aufgelegt. Das gesamte Kaffeegeschirr aufgestellt und kannenweise Kaffee gekocht.
Kirchenälteste hatten vor dem Gottesdienst schon den herrlichsten hausbackenen Kuchen angeliefert.
Auch die Teilnehmer der Tagespflege des Seniorenzentrums haben im Voraus Kuchen zu diesem feierlichen Anlass gebacken .
Dafür sagte sie ein ganz besonderes Dankeschön und bedankte sich bei allen Mitwirkenden.

Viele Glückwünsche und Geschenke wurden nun Frau Fauß übergeben.
Manches persönliche Wort rührte auf beiden Seiten die Gemüter.
Noch einmal gab es Gesang und Musik.
Bewegt stand Frau Fauß mit Töchterchen Amelie und Ehemann Andreas inmitten der vielen Tische und lauschte den Darbietungen.
In den Tischgesprächen hörte man von den Gemeindegliedern der Engelsdörfer, Otterstedt und Bliederstedt, jetzt haben wir sie nicht mehr so oft, wie geht das wohl weiter.
Greußen mit den Orten Trebra und Niederbösa können sich freuen, das die Pfarrstelle nun nicht mehr vakant ist.

Glückwünsche kamen auch von den Bürgermeistern Jörg Kunze (CDU) Großenehrich und Reinhold Ackermann (CDU) Trebra, sowie durch einen persönlichen Brief von Bürgermeister René Hartnauer (SPD), der zu diesem Fest verhindert war.

 

   (PG)

 

 

 

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