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 aus dem Rathaus 09.09.2015

wa grRené Hartnauer - Bürgermeister der Stadt Greußen informiert ...

Flüchtlingsproblematik
Moralisch-humanistische Aufgabe

Sehr geehrte Mitbürger,

sicherlich verfolgen Sie die ja täglich medial aufbereitete Berichterstattung über die in Deutschland völlig unvorbereitete Ankunft des Flüchtlings- und Asylbewerberstromes. Ungeachtet – aber natürlich nicht unwichtig – der Diskussion über globalpolitische Ursachen, Hilflosigkeit bzw. Lösungsansätze bleibt der Fakt, dass mittlerweile wöchentlich – weit über die prognostizierten Zahlen hinaus – eine Vielzahl von Hilfesuchenden im Kyffhäuserkreis „stranden“. Der Landkreis hat diese nach einem gesetzlich vorgegebenen Schlüssel entsprechend unterzubringen. Dies geschieht dann nun einmal in den Städten und Gemeinden. Zwischen diesen gilt ein ungeschriebenes Solidarprinzip, was bedeutet, dass sich alle gleichermaßen der Aufgabe verschreiben sollten.

Ich als Bürgermeister habe mich schon seit längerem mit Optionen der Unterbringung intensiv beschäftigt – und werde nun aber auch vom Tempo überrascht. Somit ist es aktuell die Aufgabe, eine kurzfristige, für alle Beteiligte verträgliche und würdevolle Unterbringung in unserer Stadt zu organisieren. Wider der an mich herangetragenen Gerüchte, das Kulturhaus, das Kino oder der alte Kindergarten in der Lindenstraße würden zu „Flüchtlingsheimen“ umfunktioniert, ist es aktuell so, dass momentan 2 städtische, sanierungsbedürftige Wohnungen auch mit finanzieller Unterstützung des Landkreises hergerichtet werden sollen, in denen ca. insgesamt 15 Flüchtlinge eine Unterkunft erhalten und das folgende Asylverfahren abwarten müssen.

In wie weit weitere Unterkünfte zukünftig generiert werden, ist aktuell noch nicht absehbar, jedoch werde ich gern in meinen Sprechstunden im Rathaus bzw. in einer zu gegebener Zeit weiteren Presseveröffentlichung jedem aktuelle Auskünfte über Entwicklungen geben.

Lassen Sie mich einen Appell an Sie richten: Ich weiß, dass die überwiegende Mehrheit der Einwohner unserer Stadt sich sehr tolerant, weltoffen und verständnisvoll verhält. Repräsentativ soll hier die Auszeichnung des SV Blau Weiß Greußen stehen, der im Jahr 2013 den Thüringer Demokratiepreis erhielt! Es sollte so viel Solidarität in unseren Köpfen und Herzen herrschen, dass wir denjenigen, die durch Flucht, Vertreibung und mit Kriegstraumen ausgestattet in Greußen ankommen, nunmehr einen sicheren Platz geben. Auch die Chance einer möglichen Integration derer, die auf der Grundlage von Recht und Gesetz sowie Akzeptanz unserer Normen und Werte hier verbleiben wollen, sollte unsererseits nicht verwehrt werden. Im Wissen des „Andersseins“ muss es auch unsere Aufgabe sein, eben den hier Angekommenen zu helfen und zu erklären, wie das Leben hier funktioniert und wie für alle ein Miteinander möglich ist. Ich bitte Sie darum, sich gemeinsam mit allen örtlichen Entscheidungsträgern und Verantwortlichen dieser für uns alle auch neuen Aufgabe zu stellen.

 

René Hartnauer

Bürgermeister

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