10. Oldtimerfest

Greußen und Ebeleben, Marktfest Greußen 04.07.2015

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Seit zehn Jahren mit steiger Beteiligung, so sehen sich die Veranstalter von „Gruzen Classic“ mit ihrer Idee auf dem richtigen Weg.
Als ein fester Bestandteil der Kulturveranstaltungen ist das Fest auf dem Karlsplatz nicht mehr wegzudenken.

Die schriftlichen Anmeldungen hielten sich in Grenzen, aber was dann auf dem Platz rollte, war für alle nicht zu erfassen, sagte Herr Winfried Kühnl.
Alle Hände hatte er mit seinen Helfern zu tun um die Fahrzeuge einzuweisen.
Immer wieder kommen Neulinge hinzu und alte Bekannte freuen sich des Wiedersehens.
Ganze Truppen von Jugendlichen reisen mit ihren Simson-Mopeds an.
Die Jawa-Freude aus dem UH-Kreis sind schon alte Bekannte.
Die großen und breiten Schlitten von den American Car Enthusiasts aus den KYF-Kreis kommen in immer größerer Anzahl.
Die DIXI-Parade bleibt der Hingucker.

10. Oldtimerfest Greußen und Ebeleben, Marktfest Greußen 04.07.2015

10. Oldtimerfest Greußen und Ebeleben, Marktfest Greußen 04.07.2015 Fotos: P.Georgi

Wie klein und niedlich wirken sie gegenüber den Amischlitten.
Verschiedene LKW, Traktoren und eben PKW aus allen Epochen,  bereichern das Bild.
Landrover, US-Militärfahrzeuge und Motorräder, bis zum ältesten Motorrad, einer Tornax 600 aus dem Jahre 1929,  führt die Palette. Der Teilemarkt hat sich weiterentwickelt und viele Ersatzteile fanden neue Besitzer.
So gegen 11:30 Uhr war der Platz voll.
Über 400 Fahrzeuge konnten gezählt werden, wobei nicht alle die gesamte Zeit über auf dem Platz waren.
Viele hielten sich nur wenige Stunden auf.
Der heißeste Tag in diesem Jahr, mit bis 38°C, machte allen erheblich zu schaffen.
Manch einer verabschiedet sich wieder und fuhr nach Hause.
So war auch die Anzahl, der Fahrzeuge die zur Präsentation vorfuhren, um von Hans-Peter Brill fachkundeg erklärt zu werden, sehr gering.
Vielmals wurde von den angereisten Gruppen Sonnenschirme und Partyzelte aufgestellt.
Andere wiederum flüchteten unter die alten großen Linden und nutzen deren Schatten.

Das große Zelt bei der Essensversorgung wurde gerne genutzt und die kalten Getränke gingen weg wie heiße Semmeln.
Am schlimmsten traf es die Bratwurstbrater, ihnen  wollte keine zu nahe kommen.
Vor dem Start der Ausfahrt sagten viele, gerade von den alten PKW-Besitzern, wir fahren nicht mit.
Das halten die Maschinen nicht aus.
Nachdem die Greußner Feuerwehr die Kreuzungen abgesperrt hatte, machten sich doch immerhin noch 121 Fahrzeuge und ein Abschleppwagen auf den Weg nach Ebeleben.
Auf dem Weg dorthin wurden sie mehrfach von den Bürgern in den Orten begrüßt.

Während im Schlosshof von Ebeleben das Parkfest seinen Lauf nahm, rollten die Fahrzeuge nach etwa 38 Minuten ein.
Der Hof und der angrenzende Park füllten sich schnell und die Standplätze wurden rar. 
Dann übervielen die vielen Fahrer und ihre Gäste, förmlich das Personal, für die Essensversorgung.
Bürgermeister Uwe Voigt (SPD) strahlte.
Das ist schön dass die Greußner auch mal zu uns kommen.
Viel zu wenig würden kulturelle Ereignisse ausgetauscht oder abgesprochen.
Man müsste viel mehr zusammen machen. 
Kultur im Kreis findet nicht nur in Sondershausen statt.
Gerade wenn man wie bei unserem Parkfest, es jährlich durchführt, sind derartige Abwechslungen ganz wichtig.
Auch die Ebelebner ließen es sich nicht nehmen mit der stolzen Oldtimerbesitzern in das Gespräch zu kommen.
Ganz zum Schluss, kam das Greußner Highlight angefahren.
Ein Tschaika, Baujahr 1973, aus der Botschaft der Ukraine.
2008 wurde er nach Rostock verkauft, dann weiter nach Wittenberg und jetzt ist Matthias Siebert aus Wolkramshausen stolzer Besitzer dieses absoluten Nobelfahrzeuges.
Der 8 Zylinder mit 220 PS half ihm wenig auf der Ausfahrt.
Wenn das Kühlwasser 80 °C erreichte, schaltete sich der Motor ab und nur durch öffnen der Motorhaube und Zeit konnte es nach dem abkühlen, weiter gehen. 
Das Auto ist für den russischen Winter gebaut und nicht für südländische Temperaturen in Thüringen.
In der Ablage vom Heckfester sind noch Mützen hochrangiger russischer Offiziere platziert.
Sonst ist alles noch im Originalzustand, sagte Herr Siebert.

Pünktlich 16 Uhr ging es auf die Rücktour.
Auch her gab es wieder kurze Hitzeausfälle an den verschiedensten Fahrzeugen. 
Nach der Ankunft in Greußen, fuhren dann zwölf Fahrzeuge auf den Marktplatz in Greußen zum Marktfest.
Hier erfolgte die Auszeichnung und Prämierung.
Herr Friedhelm Glaser, Organisator des Marktfestes, begrüßte alle und die wenigen Besucher.
Er freute sich überhaupt, dass jemand bei der Hitze gekommen ist.
Er, sowie Herr Kühnl bedanken sich dann bei allen und besonders bei den Helfern für die vielfache Mühe.
Erst sie haben zum Gelingen der beiden Veranstaltungen beigetragen haben und ein großes Lob ging an die Sponsoren, die erst so ein Fest ermöglichen.

Planmäßig gab es am Abend dann Musik von dem Gebeseer Fanfarenzug, weiteren Showtanzeinlagen und dann die Livemusik von  den „The Goodtimes“. 
Selbst nachdem die Musik weit in der Nacht zu Ende war, blieben dann doch die jetzt Zahlreichen Besucher bis zum Morgen auf dem warmen Marktplatz und feierten.


 

(PG)

 

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