19. Heimat-, Ernte- und Dreschfest in Obertopfstedt 08.08.-10.08.2014

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Das 19. Heimat-, Ernte- & Dreschfest ist Geschichte.
In seiner Eröffnungsrede am 2. Augustwochenende hat Chef-Organisator Wolfgang Braune schon auf das 20. Fest 2015 hingewiesen...

Das diesjährige soll die Generalprobe hierzu werden, wobei einige Attraktionen erst für das nächste Jahr gebucht sind.
Erstmalig war zum heutigen traditionellen Festbaumsetzen auch ein Bändertanz von zehn hübsch angezogenen Mädchen in Trachtenkleidung aufgeführt worden.
Das ist ein Anliegen des Festes, so Braune, das bäuerliche Brauchtum zu bewahren und die Traditionen zu erhalten.
Im Anschluss war dann Disco-Zeit im Festzelt.
Seit Donnerstag hatten sich um das Festgelände die begeisterten Traktorenbesitzer ihre Plätze mit über 46 Wohnwagen und 13 Zelte reserviert.
Das betreten an sich ist schon ein Erlebnis wurde immer wieder von den Gästen geäußert. 
Am Samstag begann das Fest gegen 9 Uhr mit dem Turmblasen und anschließender  Zeltandacht.
Währenddessen tuckerte es nur so und schnell waren bis Mittag die ersten über 150 Stellplätze belegt.
Andere parkten dann in den weiteren Wegen und zwischen den Wohnwagen.
Gleich nach dem Mittag wurde wieder mit dem traditionellen Dreschen auf der vereinseigenen Maschine begonnen.

Obertopstedt Heimatfest 10.08.2014

19. Heimat-, Ernte- und Dreschfest Obertopfstedt 8.8. - 10.8.2014 Fotos: P.Georgi

 

Auf dem Sportplatz haben sie die Jugendfeuerwehren von Grüningen, Großenehrich und Obertopfstedt gemessen.
Grüningen II hat mit 19 Sekunden den 1. Platz belegt.
Hier sprach Herr Braune von einer neuen Erweiterung.
Zukünftig werde es weitere Jugendfeuerwehrentscheide zum Fest geben.
Für uns ist es wichtig das auch die Jugend an diesen freiwilligen Dienst herangeführt wird.
Im Festzelt hat der hiesige Kindergarten ein Programm aufgeführt.
Es war kaum ein durchkommen, so dicht standen die Eltern und Großeltern mit allen möglichen Kameras da, um die Kleinen beim Vorspielen aufzunehmen. 

Auf dem Festplatz wurde das große Spielmobil und die Strohburg von den Kindern gestürmt.
Zwischenzeitlich kam eine kleine Husche, die zumindest den Staub einmal band.
Dann wurde der zweite Dreschdurchgang begonnen.
Auch hier zahlte sich aus, dass die männlichen Vereinsmitglieder Tage zuvor alles ordentlich gewartet hatten.
Somit wurden zwei große Fuhren Stroh, von Pferden gezogen, vor den Augen der Besucher gedroschen.

Dann war es Zeit und an den Lanzbulldogs fauchten die Heizlampen. Allen stieg die Lust zur Ausfahrt in die Adern die dieses Mal bis über Niedertopfstedt ging. Ausfälle hat es keine gegeben.
Über eine neue große Lautsprecheranlage hat dann Herr Braune jedes einzelnen Fahrzeuge vorgestellt.

 

Obertopstedt Heimatfest 10.08.2014 Traktoren

Obertopstedt Heimatfest 10.08.2014 Traktoren Fotos: P.Georgi

Mit staunenden Augen standen beidseitig viele Hundert Besucher und verfolgten die Durchfahrt.
Mancher Lanz legte eine richtige Abgaswolke über den Platz und dann kam der Traktor aller Traktoren, der K 700.
Mit unüberhörbarem Fauchen rollte er an den Startplatz.
Auf dem rückseitigen Tank standen noch weitere fünf Jugendliche aus dem Werk III der Wunderslebener Treckerschrauber. 
Diese Truppe  mit Häuptling Maik Becker hat ein eigenes Mannschaftszelt mit 18 Betten und ein Versorgungszeit aufgebaut.
Seit vier Jahren machen sie das schon so und nächstes Jahr sind wir wieder da.
Wir finden es hier herrlich, war die einhellige Meinung der treckerwütigen Männer.

Gemeinsam sind sie am Abend dann auch im Festzelt, wo die Band Atlantis aus Weimar ordentlich einheizten.
Zusätzlich angereiste Fans der Band berichteten, hier ist ja ordentlich was los.
Und so wurde bis zum Morgengrauen gefeiert.
Manches Vereinsmitglied ist gar nicht nach Hause gekommen und hat am Sonntag früh den Außenposten am Feld mit aufgebaut, denn hier begann das, was den meisten Traktoristen noch zu ihrem Wochenendglück fehlte:
eine oder auch viele Furchen in die Mutter Erde zu ziehen.

Und das wurde ein Rennen um jeden Quadratmeter Feldfläche.

Bis zu Unkenntlichkeit verschwanden über den Berg die Traktoren. 

Viele Jugendliche, schon ab zehn Jahren, sitzen in Begleitung des Vaters oder Opas am Lenker.
Schluss war erst, nachdem es nichts mehr zu ackern gab. 

Zurück auf dem Festplatz wurde wieder Blasmusik aufgespielt und am Nachmittag noch einmal gedroschen.

Völlig erschöpft und vielfach auch übermüdet, endete das erfolgreiche Fest für Besucher und Ausrichter.

Bei der Eröffnungsrede vom Freitag, bedankte sich Wolfgang Braune schon im vorinnein bei allen Sponsoren und jetzt konnte er das nur bestärken.

 (PG)