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Brand Hopfendarre

Greußen 26.03.2017

k05385  

Über die Rettungsleitstelle wurde die Feuerwehr am Sonntagmorgen gegen 5.10 Uhr alarmiert, dass in der Erfurter Straße (B4) am südlichen Ortseingang von Greußen eine Industriebrache brennt.

Der Dachstuhl der sogenannten Hopfendarre stand beim Eintreffen der Wehren um 5.20 Uhr bereits in Vollbrand.
Insgesamt 62 Feuerwehrmänner und Frauen der freiwilligen Wehren aus Clingen, Grüningen, Wasserthaleben und Greußen kamen mit zehn Fahrzeugen zum Einsatz.
Drei Schlauchstrecken mit über 800 Meter B-Schlauch wurden gelegt.
Das Löschwasser konnte aus Hydranten und der Sächsischen Helbe entnommen werden.
Dank der neuen Drehleiter der Greußener Wehr war eine effektive Brandbekämpfung durch den offenen Dachstuhl von oben aus möglich.
Nach gut einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle.

Brand Hopfendarre 26.03.2017

Brand Hopfendarre Greßen 26.03.2017 Fotos: P.Georgi

Eine Begehung des mehrstöckigen Hauses war aber wegen Einsturzgefahr nicht möglich.
Der Holzfußboden ist überwiegend verbrannt und an den Betonbalken haben sich Risse gebildet.
Bei der Brandbekämpfung kam auch eine Wärmebildkamera der Kameraden aus Clingen zum Einsatz.
So konnte der Einsatzort nach verletzten Personen im Objekt abgesucht werden. Beim Einsatz verletzten sich zwei Feuerwehrleute leicht.

Laut Polizei entstand bei dem Brand ein Sachschaden von mindestens 50 000 Euro.
Als Brandursache wurde Brandstiftung angegeben.
Im Erdgeschoss brannten gleichzeitig mehrere Ballen aus getrockneten Pflanzen und Paletten.
Durch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr kam es bis 7.50 Uhr zu Behinderungen auf der B 4. Am Nachmittag hielt die Greußener Wehr noch Brandwache und musste immer wieder von der Drehleiter aus Glutnester löschen, die sich neu entzündeten.
Für Greußens neuen Wehrleiter René Schwara war dieser Einsatz eine Feuertaufe.
Er hatte die Koordination des Einsatzes fest in der Hand und konnte ein völliges Niederbrennen verhindern.
Greußen ist reich gesegnet an leer stehenden Industriebrachen.
In allen hat es schon mehrfach gebrannt, nur nicht in der 1960 erbauten Hopfendarre.
Die damalige LPG erbaute das Objekt um Hopfen zu trocknen.
Später wurde sie von VEB Drogenverarbeitung Greußen als Produktions- und Lagergebäude übernommen.
Heute gehört sie zur Nachfolgefirma Buddensieg und Co KG.
Sie wird seit zwei Jahrzehnten nicht mehr genutzt und verfiel.

 

 

(PG)

 

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