Konzert in der Ev. St. Johannis Kirche in Wasserthaleben 23.06.2013
Entgegen dem allgemeinen Gefühl, strömte aus der Kirche eine wollige Wärme den Besuchern am Sontag Nachmittag entgegen.
Die Kirchgemeinde hatte eingeladen. Alexander Pfeifer – Trompete und Frank Zimpel – Orgel, spielten klassische Werke von Wagner, Bach und weiteren bekannten Komponisten. Die Kombination von Orgel und Trompete wurde überwiegend von Ludwig Güttler (geb. 13.06.1943) eingeführt, erklärte Herr Zimpel.
Er erzählte auch, dass Nachkommen des Pfarrergeschlechtes Zahn (1710 -1857) vor zwei Jahren eine Einladung an ihn zu einem Festgottesdienst ausgesprochen hatte.
Hier lernte er die „Kräftige Orgel“ in Wasserthaleben kennen.
Gern würde er sie mit nach Leipzig nahmen und gegen seine in Markleeberg-West eintauschen.
Beide spielten schon in den 15 Jahren gemeinsam über 800 Konzerte in Europa und Übersee.
Konzert in der Ev. St. Johannis Kirche in Wasserthaleben 23.06.2013
Konzert in der Ev. St. Johannis Kirche Wasserthaleben 23.06.2013 Fotos: P.Georgi
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Alle, von beiden aufgeführten Stücke, waren sehr melodisch und mit viel Schwung.
Sie gaben alles was an Schnelligkeit und Klangvolumen möglich ist. Einige Besucher bekamen Gänsehaut.
So verzauberten beide die gut gefüllte Kirche.
Es war auch ein Augenschmaus, zu sehen, mit welcher Leichtigkeit die Finger über die Tasten flogen und was für Töne aus einer Trompete zu holen sind.
Bei einigen Orgelstücken musste Pfeifer die Register bedienen und umblättern, denn Zimpel hatte bei der Virtuosität mit beiden Händen und Füßen vollauf zu tun.
Vor dem Konzert hatten sie noch an der Königin der Instrumente einige Pfeifen nachgestimmt.
Jetzt wurden mehrmals alle Register gezogen und der gute Klang war mit der Trompete erreicht.
Im Anschluss sagte Herr Zimpel, jetzt ist der letzte Staub aus allen Pfeifen geblasen worden, die Orgel ist wieder sauber.
Zwischen den Stücken sparten die Besucher nicht mit Beifall.
Schneller als gewünscht, war die Stunde des einzigartigen Konzertgenusses vorbei.
Durch den Beifall inspiriert, spielten beiden noch die heutige Eurovisions-Melodie die von Marc-Antoine Charpentier (1643-1704), aus dem ersten Satz vom TeDeum, stammt.
Es hätte noch eine weitere Zugabe geben können.
Flink und mit Leichtigkeit, wie beiden eben spielten, sprangen sie die alte Holztreppe wieder in das Kirchenschiff hinunter.
Hier wurden sie von Kirchenvorstandmitglied Jürgen Etzel empfangen.
Er erklärte allen, dass dies vorerst die letzte Veranstaltung in der Kirche sei, da nun endlich die Bauarbeiten am Dachstuhl beginnen. Als besonderen Dank bekamen beide Künstler einen echten hausgemachten Wurstteller mit nach Hause. Beide strahlten über die Maßen, denn echte Thüringer Wurst gibt es in Sachsen nicht so häufig. Die Besucher dankten mit einer reichen Kollekte für die Veranstaltung die kostenfrei für alle war.
(PG)
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